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Part 3. Der Mensch im Schrank

http://www.youtube.com/watch?v=rVT08zFIH9s

 

 

Ich legte gerade mit meiner zwangsangeheirateten Q in St. Popura an. Wie immer war sie überaus schlecht gelaunt und konnte nichts Gutes an der Insel oder an dem was ich tat finden. Sie ging hinter mir und ich hörte nur „Geh gerade tun, dein Hose ist dreckig, kannst du nicht schneller gegangen!“

Ich verdrehte nur die Augen und wusste nicht was ich von diesem Sprachfehler halten sollte, irgendwie war er ja niedlich, doch dann kam mir in den Sinn, das ich mit diesem etwas geschlafen hatte und stellte mir im nächsten Gedanken vor, wie es da wohl mit der Kommunikation abgelaufen sein könnte. Etwas angewidert durchfuhr ein schauer meinen Körper und ich blieb ruckartig stehen. Sie rannte in mich und platzte fast vor Wut. Sofort griff sie nach einem großen Stock, der am Strand lag und schlug ihn mir in den Rücken, so dass ich zu Boden ging. „Du Barschloch!“ schrie sie. Ich hob eine Augenbraue und drehte mich zu ihr um. „Ich was?“ – „Barschloch!“ Sofort brach ich in einem großen Gelächter aus und bekam mich gar nicht mehr ein. Ich bemerkte dass ich sie damit noch wütender machte und sah auch, dass ihre Ader auf der Stirn kurz vorm platzen war.  Ich riss mich zusammen, stand auf und schaute sie an. „Meine gute Frau, ich glaube es ist an der Zeit für eine kleine sprecherzieherische Exkursion, sprich mir bitte nach: Arschloch!“  Wieder quollen ihre Augen einen Meter aus ihrem Kopf und ich wusste, dass sie mich nun mit dem Stock über den halben Strand jagen würde, aber das war es Wert. Irgendwann kamen wir dann in die Stadt La Boum. La Boum war für seine großen Geschäfte mit viel nutzlosen Krimskrams bekannt, welcher die Menschen in ihren Bann zog. Mich ließ sowas völlig kalt, da ich eigentlich immer nur 3 Sachen im Kopf hatte. Mein Ziel, Alkohol und gutaussehende Frauen. Die Q hingegen, ließ sich von dem Schund anziehen und blieb an jedem verdammten Schaufenster stehen. „Kommst du endlich!“ rief ich ihr etwas genervt zu. „Lass mir gucken tan, das ist hübschel!“ –„Wir haben für so einen Mist keine Zeit, ich verfolge eine Spur und da kann ich die leicht weiblichen Züge die du doch mal an den Tag legst nicht gebrauchen!“ –„WAS HAST DU SAGEN?“ Schrie sie hysterisch. „Jetzt komm einfach!“ lächelte ich und ging weiter. Etwas schmollig schlurfte sie mir nach. „Ich hab gar kein Hochzeitschenk bekommen!“ quarkte sie hinter mir rum. „Ich wollte dich auch nicht heiraten, also sieh es als Geschenk an, das ich es getan habe!“  Nach diesem Satz bekam ich einen Apfel in den Nacken geworfen. Ich drehte mich um, doch Q schaute pfeifend zur Seite und würdigte mich keines Blickes. Ich atmete tief durch und blieb dann stehen. „Okay, wir gehen jetzt in einen dieser Läden und du darfst dir EINE Sache aussuchen, die ich dir dann kaufen werde!“ Plötzlich sah ich nur noch eine Staubwolke die aussah wie Q vor mir und eine sich bewegende Ladentür neben mir. Ich schüttelte den Kopf und ging ihr nach. Als ich den Laden betrat, hatte Q schon die Arme voller Krimskrams und es artete richtig aus. Alles was Glitzerte oder funkelte, niedlich aussah oder man sich an Arme oder Ohren hängen konnte, krallte sie sich und gab es nicht mehr her. „Ähm Q!“ hob ich den Zeigefinger und folgte ihr mit meinen Blicken „Kann nicht reden tan, muss shoppen!“ Ich ließ meinen Kopf fallen und seufzte nur. Nachdem sie fertig war, ging sie zur Kasse und dreimal dürft ihr raten, wer über 10000 Galionen für Schrott ausgeben durfte?! Bingo, meine Wenigkeit. Ich sage euch, heiratet nie, das ist euer Untergang. So weiter geht’s. Nachdem sie endlich Ruhe gab und ich ihre Taschen voller Schrott schleppte,  gingen wir ins Rotlichtviertel von La Boum. Q schaute sich um und sah überall leichtbekleidetet Frauen die mir zuzwinkerten. „Was wollen wir hier?“ zischte sie mich an.  „Meine Spur verfolgen!“ rollte ich mit den Augen. „Du folgen doch nur deinem Wegweiser der Lust!“ pampte sie. „Boah Mädel, wenn ich ficken wollen würde, dann würdest du nicht neben mir stehen, sondern irgendwo KO geschlagen an einem Baum hängen Okay?“ Schlagartig gab sie Ruhe und folgte mir. Wir betraten ein altes Haus, indem die Dielen knarrten und der Wind durch die undichten Fenster  heulte. Q krallte sich an meinem Rücken fest. Skeptisch blickte ich nach hinten. Konnte dieses schroffe, schlechtgelaunte Wesen doch einmal menschliche Züge zeigen? „Jetzt geh schneller!“ pampte sie wieder und meine Gedanken verschwanden im Kosmos. Wir stiegen eine Treppe hinauf, die nicht wirklich stabil war und bei jedem Schritt dachte ich, ich würde in die unendlichen Tiefen dieses Hauses fallen.  Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass Azraish oft auf dieser Insel einen Zwischenstopp machte, weil hier das beste und günstigste Rotlichtviertel existierte, wofür die Stadt La Boum im Übrigen auch bekannt war. Ich hatte Hoffnung hier eine weitere Spur zu finden und da dieses Haus vor 1 Jahr noch eines der bestlaufenden Bordells der Stadt war, dachte ich, es würde einige Hinweise geben. Wir schlichen über die Dielen in einen Raum, der voller Spinnenweben und Staubflusen war. Es standen ein altes Bett darin, das nicht wirklich einladend aussah, ein Tisch mit 2 Stühlen, schreckliche Gemälde hingen an den Wänden und ein großer robuster Schrank, schien das Schmuckstück des Zimmers zu sein, denn er war das einzige in dem Raum, das gepflegt aussah. „Und was wollen wir jetzt hier?“  drängelte die Q. „Sei doch mal ruhig!“ fuhr ich sie an und nahm das Zimmer genauer unter die Lupe. Plötzlich vernahmen wir ein knarren hinter uns. Q sprang sofort auf meinen Rücken und schnürte mir fast die Luft ab. Im selben Moment sprang die Tür des Schrankes auf, aus der ein seltsames Etwas sprang und um mich herum tanzte „ Ein Kunde, ein Kunde, ein Kunde!“ frohlockte er und tanzte um mich herum. Ich warf die Q von meinem Rücken runter und drückte das Wesen aus dem Schrank gegen die Wand. „HÖR AUF UM MICH HERUM ZU TANZEN DU VERDAMMTES SCHRANKMONSTER!“ fauchte ich ihn an und strafte ihn mit einem bösen Blick. Er schluckte nur und schaute zur Q, die am Boden lag.  „Oh mein Gott du trägst ein Q Fell!“ quiekte er, riss sich von mir los und hopste zu ihr hin. Er half ihr auf und strahlte sie an „Das ist ja so niedlich, wo trägt man denn diese Mode. Oh je ich bekomme mich gar nicht mehr ein, da mache ich ja fast Pipi in mein Höschen zu toll finde ich das. Kann man das kaufen? Gibt es das auch als Leopard? Du musst wissen ich liebe Leopard und das würde mir sicher supertoll stehen, so ein Leopardenfell….“  Q legte den Kopf schief und an ihrem Blick konnte ich erkennen, dass dieses Schrankmonster ihr gefiel.  Ich hingegen konnte diesem Plappermaul gar nichts abgewinnen und noch hinzu kommt, das er meine Ermittlungen störte. „was macht ihr denn hier?“ schaute er zwischen mir und der Q hektisch hin und her und bekam einfach nicht diesen Debilglücklichen Blick aus seinen Augen. Der arme Junge scheint lange keine Menschen mehr gesehen zu haben. „Wir suchen etwas!“ sagte ich kühl und wandte mich von ihm ab. „Und was machen du hier tan?“ fragte die Q ihn. „Ich wohne hier!“ sagte er darauf. „Hier in diesem Zimmer?“  -„Nein in dem Schrank!“ strahlte er über beide Ohren und öffnete die Tür. Skeptisch schaute ich ihn an und betrachtete das Schrankinnere. „Bist du irgendwann mal auf den Kopf geallen?“ fragte ich. „Nein wieso?“  -„ach pfff…!“ machte ich nur und wollte dann aus dem Zimmer gehen. „Ich will das er mitkommen tan!“ sagte Q und setzte sich auf den Fußboden. „Bitte was?!“ schrie ich entsetzt“ – „Das geht nicht!“ sagte der arme Kerl „Ich arbeite hier, denn ich bin ja eigentlich ein Stricher und ich bekomme etwas Geld um mir was zu essen zu kaufen und ich habe auch einen Zuhälter, der war so nett mir diesen Schrank zum wohnen zu geben!“ Entsetzt drehte ich mich wieder um „Und deine Kunden fickst du ihm Schrank?“  _“ Nein auf dem Bett!“  Mein Blick fuhr nur wieder zu dieser nicht einladenden Pritsche die sich Bett schimpfte „Hmm lecker, das ist doch genau das richtige für so einen richtig dreckigen echten Seemann!“ würgte ich fast und wollte wieder gehen. „Du mir lieben tun, du mir kaufen den da!“ keifte die Q hinter meinem Rücken und zeigte auf das Schrankmonster. „Awwww du willst mich mitnehmen?“ strahlte er über beide Ohren und tanzte um die Q herum. „Bitte was? Niemals!“ weigerte ich mich. „Oh doch!“ grinste die Q und zog den Schlüssel meiner Schatzkammer aus ihrem Audschnitt. „Du kleine….“ Wollte ich gerade losschreien, da hörten wir wie jemand die Treppen hochstampfte…..

 

 

16.2.10 17:11
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Qkackekobold (16.2.10 17:47)
du bist das barschloch meines herzens :D

doch die modebewusste schwuchtel aus dem schrank hats mir sehr angetan :D


Nuitaura (16.2.10 18:23)
das ja genial geschrieben sub! Ehrlich bin begeistert, läßt sich fliessend lesen und zaubert immer wieder ein lachen ins Gesicht. Q super toll getroffen <3
" i love it"


Penisperücke (17.2.10 16:08)
Beim lesen hatte ich wirlich Pipi in den Augen vor lachen ;D Super gute Geschichte! xD Bin gespannt, wie es weitergeht! =)


verpeiltes Menschenkind (17.2.10 16:11)
jetzt versteht man auch,wer was oder wie schrankmonster ist....gute Geschichte... liest sich wie ein gutes Buch... viel Glück auf der Suche xD


BlutgruppeA- (17.2.10 18:18)
Kranke wahnsinnige Ideen.
Das nennt man Genialität

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